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Altenrhein liegt im Schweizer Kanton St. Gallen zwischen den Gemeinden Rheineck und Rorschach am Bodensee.

Altenrhein führt im Reigen der Dörfer der Gemeinde Thal ein ausgeprägtes Eigenleben. Diese Eigenständigkeit ist sowohl auf die besondere Lage im Delta der Rheinmündung am Bodensee, als auch auf die Geschichte zurückzuführen. Während das übrige Gemeindegebiet Untertanenland der 8 alten Orte der Eidgenossenschaft war, gehörte Altenrhein bis zur Gründung des Kantons dem Kloster St. Gallen.

Als „Rinisgemünde" ist Altenrhein im Jahre 834 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bezeichnung weist auf die Lage der Siedlung zwischen den damaligen beiden Rheinläufen in den Bodensee hin. Im Jahre 890 fand eine Versammlung vornehmer Personen aus dem Thurgau, Linzgau und aus Churrätien in loco ubi Rhenus lacum influit Podamicum statt, um die Rechte des Klosters St. Gallen im Rheingau und die Grenze des Rheingaus und Thurgaus festsetzen. Damals war die Gegend von Altenrhein wahrscheinlich noch eine richtige Insel, indem ein Arm des Rheins bei der Speck östlich von Staad in den See mündete.

Die Bezeichnung „Vornächtigen Rin" für Altenrhein tauchte 1402 zum erstemal auf. Es war da nach und nach ein Dörflein entstanden, das als sog. Klosterhof mit seiner ganzen Umgebung der Abtei St. Gallen zustand. Laut der Öffnung, die 1469 Abt Ulrich Rösch der Vogtei Rorschach erteilte, gehörte der Fleck zu Vornechtigem Rin (als Exklave) zum Gericht Rorschach. Altenrhein war eine Hauptmannschaft des Rorschachergerichts; es war also nach Rorschach gerichtsgenössig, bildete aber einen eigenen Verwaltungssprengel. Abt Diethelm erteilte 1542 den Untertanen und Gemaindgenossen zum Vornechtigen Rin eine Hofrechts- und Einzugordnung.

Für die Landwirtschaft war die Lage zwischen zwei heimtückischen Flussläufen nicht sehr einträglich. Alljährlich traten die Fluten über die Ufer und setzten das Land mit wilder Zerstörungswut unter Wasser. In den Jahren 1739 und 1817 musste das Dorf zweimal vollständig geräumt werden. Die Hochwassergefahr war erst mit dem unteren Rheindurchstich und der geraden Einleitung des Rheinlaufes in den Bodensee im Jahre 1893 gebannt.

Lohnenden Erwerb fanden die Einwohner von Altenrhein auf dem Bodensee. Dass die Fischerei schon sehr früh bestimmend für die Geschicke des Dorfes war, sagt ein Name aus dem Jahre 1291, der einen Flecken zwischen Altenrhein und Rheineck als „Fischershausen" bezeichnete. Neben Fischern waren in unserem Dorfe vor allem Schiffsleute und Kieser zu Hause.

Mit der Gründung des Kantons St. Gallen, im Jahre 1803, kam Altenrhein zur politischen Gemeinde Thal, blieb jedoch eine selbständige Ortsgemeinde. Im Jahre 1830 wurde die Schule in Altenrhein gegründet und 1859 konnte ein neues Schulhaus eingeweiht werden.

Kirchlich gehörte unser Dorf bis 1914 zur Pfarrei Rorschach und wurde nachher zur eigenen Pfarrei. Aus jener Zeit stammt die Tradition der „Zwetschgenkilbi", die jährlich am ersten Septemberwochenende anlässlich des Kirchweihfestes zu Ehren der heiligen Schutzengel stattfindet.

Wirtschaftlich erlebte Altenrhein mit dem Bau der Dornierwerke in den zwanziger Jahren den grossen Aufschwung. Seit neuerer Zeit sind verschiedene Industriezweige ortsansässig: Waggonbau, Flugzeugbau sowie regionale Abwasserreinigungsanlage.

Altenrhein ist heute wohl das letzte echte Fischerdorf am oberen Bodensee. Unser Naturschutzgebiet war schon seit jeher ein wahres Paradies für Wanderer, Erholungssuchende, Maler und Fotografen.

Altenrhein hat eine besondere Bedeutung als Naherholungsgebiet der Region. Die vielen Möglichkeiten für alle Wassersportarten besonders Segeln und Surfen und die zwei Campingplätze bringen Gäste aus aller Welt nach Altenrhein.

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